Thailand
Die Reise nach Chiang Rai war sehr bequem. Wir logierten im Chiang Rai Hotel, in dem alle Zimmertüren in einen Innenhof und die Fenster nach außen zeigten. Da wir im 4. Stock waren, genossen wir einen Blick über die Stad mit vielen Baumwipfeln. Einmal mehr waren wir in einem angenehmen Quartier der Stadt gelandet, d.h. gutes Frühstück, feines Essen, Motorrad mieten und dies alles in Fuß Distanz.
Am 1.2. fuhren wir los und besuchten den, wunderschönen sehr zu empfehlenden, Kunstpark Mae Fah Luang Art der in einer riesigen Parkanlage mit uralten Bäumen liegt. Viele Werke sind von der thailändischen Prinzessin. Es steckt enorm viel Geld in diesem Anwesen, dementsprechend ist eine sehr hohe Qualität der Kunst zu präsentiert. Zum Glück wissen dies nur wenige, so waren wir praktisch allein unterwegs. Wir fuhren weiter zu einem sehr kurzen Besuch der von asiatischen Touristen überfluteten weißen Tempelanlage Wat Rong Khun.
Zurück in der Stadt, machten wir die Erfahrung, dass ab und zu der Alkoholausschank verboten ist. Heute gab`s warum auch immer bis 18 Uhr kein Bier, dafür ganz feines Essen. Am nächsten Tag ließen wir die Stadt bereits wieder hinter uns und fuhren mit dem öffentlichen Bus nach Norden hoch zum Goldenen Dreieck.
Dort logierten wir in Chiang Saen im Hotel Pak Ping Rim Khong, welches im nördlichen Teil der Stadt am Mekong liegt. Ein großes sehr luxuriös eingerichtetes Zimmer erwartete uns. Wir schnappten uns die vom Hotel zur Verfügung gestellten Fahrräder und klapperten all die Wat`s, inklusive Wagt Pa Sak ab. Die alten zerfallenen Tempel wurden innerhalb der Stadtmauer und umgeben von einem Wassergraben gebaut. Dies waren wohl die letzten Tempelruinen, die wir uns anschauten, eine Tempelruinenanschaumüdigkeit machte sich breit. Abends super genossen wir feinen Steetfood am Mekong. Während dem Essen ging über dem Mekong ein blutroter Vollmond auf, märchenhaft. Rundum lokale Bevölkerung, praktisch keine Touristen, wir genossen den Norden. Am nächsten Tag besuchten wir, mit dem Mietmotorrad, The house of Morphium, dies war geschichtlich sehr interessant. Wir erfuhren u.a., dass ursprünglich die Mohnsamen aus der Schweiz stammten und zwar 600 v.Chr. from a Swisslake. Die ganze Dramatik der Drogen-Geschichte war museal sehr gut dargestellt.
Anschließend kehrten wir in ein kleines Restaurant mit Blick auf den Mekong ein und schauten hinüber auf das Dreiländereck. Heutzutage ist dieses Dreiländereck eher ein 4 Länder Eck. Später erfuhren wir von einem finnischen Konsul Mann, der 8 Jahre lang in China zuständig war um die Visa für den Shengenraum auszustellen. Ciniesische Investoren aus Hong Kong pachteten von Laos für 99 Jahre ein riesiges Stück Land. Dort wurde mit Chinesen und chinesischem Material etc. ein Las Vegas aus der Erde gestampft. Einerseits (kleines Macau) um Geld zu waschen und andererseits werden junge IT begabte Menschen geködert um dort zu arbeiten. Es wird ihnen die Reise und alles bezahlt, ein großer Lohn versprochen, sobald sie dort sind, müssen sie den Pass abgeben und werden quasi in dieser Welt gefangen gehalten. Grund Cyberkriminalität. Schlimm, moderne Sklaverei.
Witer fuhren wir mit dem Motorrad den „Berg“ hoch zur Doi Sa Ngo Village. Abgesehen von leeren Eco-Lodges mit wunderbarem Ausblick übers ganze Land war sonst nichts zu sehen. Hingegen unten im Tal, in der Sridonmoon Art Space Ausstellung, war es dafür doppelt eindrücklich. Zufällig war der betagte Bruder der im letzten Jahr verstorbenen Künstlerin Sriwan Janehuttakarnkit anwesend und hieß uns wärmstens willkommen. In einem riesigen, doppelstöckigen Gebäude und Atelier waren unzählige Werke von Sriwan in jeder Art und Weise zu bestaunen und dies inmitten einem intakten Stück Urwald. Abschließend noch einmal ein sehr feines Abendessen am Mekong, Streetfood bringts!
Ein paar thailändische Worte: Kap Kun Ka heißt merci für Frauen, letzteres mit p ist für die Männer.
Am 4.2. fuhren wir mit Bus und Tuk Tuk weiter nach Mae Chan. Bei einem Strassen-Polizeiposten übernahm der diensthabende Polizist, gutgemeint, die Verantwortung für unsere Weiterfahrt und stoppte den nächsten Minibus. Geplant war eigentlich eines der regelmäßig in den nördlichsten Teil von Laos fahrenden gelben Tuk Tuk zu nehmen um nach Tha Ton zu gelangen. Wir nahmen das Angebot an, da einen Polizisten belehren heikel sein könnte.
Im bereits gebuchten M2 Apartement Hotel war das Personal zwar sehr distanziert und eher unangenehm aber das Hotel erfüllte trotzdem für eine Nacht seinen Zweck. Wir mieteten am Tag der Ankunft gleich ein Motorrad und besuchten, nach einigem Suchen, die weit in einem Tal hinten lebenden „Neckringfrauen“. Diese Frauen sind Flüchtlinge aus Myanmar. Leider sind sie in Thailand nur geduldet, da sie eine Touristenattraktion sind, durften sie bleiben. Wir kauften ein paar Handarbeiten und spendeten zusätzlich einen Batzen in die Dorfkasse. Wohl wissend, dass diese Frauen nebst ihren Familien, auch ihre Männer im Krieg unterstützten. Viele ethnische Minderheiten werden immer noch täglich in Myanmar verfolgt. Die beeindruckenden Hals Ringe wirken als ob sie den Hals verlängern würden. Sie drücken jedoch das Brustbein, das Schlüsselbein sowie die Rippen nach unter. Der Sage nach entstand dieser Brauch, als bei einem Stamm eine junge Frau von einem Tiger am Hals zu Tode gebissen wurde. Dies war dem Häuptling eine Lehre, von da an mussten alle Frauen von Jung an Halsringe tragen.
Mit dem „gähle Wägeli“ ging die Fahrt am 5.2 weiter nach Chiang Mai. Wir erwischten für 2 von 3 Nächten im Hotel Sripoom house 1 das beste Eckzimmer gegen Süden. So lässt es sich gut leben. Einmal mehr in einem ruhig gelegenen Altstadtteil und alles zu Fuss erreichbar.
Am 1. Tag wieder einmal Shopen. Am 2. Tag mieteten wir ein Motorrad und besuchten als erstes den Mon Tha Than Nationalpark. Wir sehnten uns nach uralten Bäumen, Natur, frischer Luft und Bewegung. Am 3. Tag den, auf der Wunschliste noch fehlenden, Elefantenbesuch.
Obwohl der Weg im Ganzen 3 Std. Tuk Tuk Fahrt dauerte, hatte es sich mehr als gelohnt. Die Elefanten werden im Wild Elephant Camp südwestlich von Chiang Mai artgerecht gehalten. Wir erhielten ganz klare Anweisungen, betreffend Füttern, gemeinsam spazieren und Baden. Bei letzterem musste sich jeder zuerst mit Schlamm einreiben bevor dann die Elefanten mit Schlamm und Wasser gebadet werden durften. Ein unvergessliches Erlebnis. Auch dank unserer nur 6-köpfige kleinen Gruppe, die erst noch harmonisch war.
Bangkok erreichten wir am 8.2. per Flugzeug. Zum Glück hatten wir ein angenehmes Hotel I Cheque Inn mit Swimmingpool und einem riesigen Zimmer gen Süden gebucht. Dieses lag in einem ruhigen Wohnquartier weit ab vom Touristenrummel und nahe der Metro. Am ersten Abend war gleich nebenan, unter der Autobahn, ein Jahrmarkt. Dies kam uns sehr gelegen und somit aßen wir praktisch vor der Haustüre zu Abend.
Am ersten Tag pendelten wir mit der Metro in die Stadt. Dort kauften wir ein Tages Abo auf dem Hop on and off Boat, aßen in der Nähe der Fähre Streetfood. Leider hatten wir für 4 Nächte gebucht, 3 hätten für uns längstens gereicht. Chinatown und der liegende Buddha war für Iris ein Muss. Auch wurde sie dort von den ausgebildeten Tempel Thaimasseuren 1 Stunde massiert.
Dann am 12.2. gings zügig gegen Süden nach Chumphon. Langsam lief uns die Zeit davon. Die Busfahrt musste verdient werden. Nach 7 Std. Fahrt zerquetscht es jeden noch so sitzfreundlichen Po. Dafür war das Hotelzimmer im Chumphon Garden Hotel der Hammer. Riesig und sehr luxuriös mit Frühstück. Essen und Schwupps ins Bett.
Dann 2 Std.h weiter nach Ranong, dort schnappten wir uns ein Tuk Tuk um ins Icon Hotel zu gelangen. Eine Kurzwanderung rauf auf den Wasserturm, um die Aussicht zu genießen. Es war ein kurzer jedoch sehr angenehmer Aufenthalt, mit Einkaufen und fein essen.
Vom 14.-21.2. logierten wir auf der Insel Ko Chang Ranong, nicht zu verwechseln mit der gleinamigen im Osten und im Golf von Thailand. Die Fahrt war wieder einmal sehr spektakulär. Ein Versorgungsboot, das zusätzlich noch ein paar Menschen mitnimmt. Vollbeladen mit Eisbrocken, Fischen, Lebensmittel, alles was so eine Insel benötigt und wir vielen Menschen mit viel Gepäck. Auf der Insel angekommen wurden wir einzeln auf je ein Motorroller geladen, Martin mit beiden Rücksäcken und dann quer über die Insel zu Mamas Bungalow gebracht. Im lauschigen Bambushäuschen Nr. 11 erholten wir uns für eine Woche. Wir hatten einen herrlichen Blick über die ganze Buch und nur ein paar Schritte bis zum Restaurant. Schwimmen, fein essen, bisschen im Dschungel wandern, die Insel mit einem Motorrad erkunden und einfach Sein. Die letzten Tage unserer Reise vergingen im Nu.
Über Chumphon und Hat Yai, wo wir im Variety winner Hostel nächtigten, fuhren wir 2 volle Tage mit 2 verschiedenen Bussen nach Kuala Lumpur ins Airport Hotel. Dort erwartete uns ein angenehmes Zimmer mit Pool, feines Essen und noch einmal 24 Std. Nichtstun, bevor wir am 25.2. mit Etihad Airline über Abu Dhabi nach Zürich flogen.
In der Schweiz erwartete uns nebst Familien und Freunden tagelanger wunderbar warmer Sonnenschein. Es war eine super schöne Reise die wir gemeinsam erleben durften. Wir waren beide verschont von Krankheiten, es wurde uns nichts gestohlen, überall erlebten wir freundliche und liebenswerte Menschen. Wir sind sehr dankbar für dieses Privileg, solche Reisen erleben zu dürfen. Auch dafür, dass wir nichts, von dem 2 Tage später beginnenden Krieg in den Golfstaaten, abgekriegt hatten.
