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Vietnam

| Reiseberichte

108 Kon TumAm 12.12.25 bestiegen wir das kleine Flussboot nach Vietnam. Die 5h dauernde Fahrt inkl.  Grenzübergangsprozedere verlief reibungslos.
Vietnam, welch Geschichtsträchtiges Land! Die ersten 3 Tage im verschnörkelten Kolonialbau des little Saigon Hotel in Chau Doc brachten die notwendige Ruhe, um in einer neuen Kultur anzukommen. Nach den Geldwechseln waren wir Millionäre. 1 Fr. = 30`000 Dong und nach dem Abendessen eine Erfahrung reicher. In Vietnam erhältst du oft einen Tischgrill, ein Körbchen voll Kräuter, eine würzige Sauce und Reisblätter. Die Gäste am Nachbartisch gaben uns auf Englisch die notwendigen Instruktionen. Fein wars, jedoch sehr Kraut lastig.
Obwohl das Frühstück relativ einfach war, die Lage vor dem ehemaligen Ballsaal auf dem lauschigen Balkon war so schön, dass das Essen fast Zweitrangig war. Bis jetzt hatte jedes Zimmer ein Bad, einen Wasserkocher mit Café, Tee plus Internet. Dies wird, wie wir im Laufe unserer 4-monatigen Reise erfahren werden, immer so sein.
Nebst ausgedehnten Spaziergängen in der näheren Umgebung, genossen wir die lokale Küche, einen Gondelausflug auf den heiligen 264m Mount Sam und einen Besuch der Tra Su Forest Sumpflandschaft mit dem Kanu.
Am 15.12.25 testeten wir wieder ein neues Verkehrsmittel, den Sleeperbus. Uns erwarteten 3 doppelstöckige Reihen mit vorgeformten Liegesitzen. Für unsere Körpergrössen zu schmal, zu kurz und zu niedrig. Eine interessante Erfahrung, die wir jedoch nicht wiederholen möchten. Nichts desto trotz brachten wir die 6-stündige Fahrt relativ gut hinter uns. Beim 25 Min Halt, benötigten wir Google translate um ein Mittagessen zu organisieren. Sehr praktisch, du fotografierst die Menuekarte, es übersetzt und anhand der Bilder wissen wir was wir bestellen wollen. Genial!
In der Regel kommt man irgendwo ausserhalb des Zentrums auf einem Busbahnhof an. Um zu den Hotels zu gelangen, nahmen wir meist entweder ein Grab Taxi oder ein Tuk Tuk. Im alten Stadtteil von Saigon logierten wir im zentralgelegenen VY Da Backpackers, im einzigen grossen Doppelzimmer mit Bad. Obwohl das Hostel in die Jahre gekommen ist, sind die Schlafsäle dank der guten Lage mehrheitlich ausgebucht.
Saigon zu Fuss zu erkunden war ein Erlebnis. Man sah überall die Zeichen vergangener Zeiten. Im Park sahen wir Tai-Chi Praktizierende, besuchten das Relikte Museum mit all seinen Hintergründen des Vietnamkrieges, sowie umgebaute ehemalige Opiumhöhlen. Während dieser Zeit schlängelte sich eine absurde Anzahl von Mofas durch die Strassenschluchten. Trotz dem immensen Lärm und Gestank hat Saigon seinen Charm bewahrt. Die Gelassenheit der Menschen und an jeder erdenklichen Ecke werden kleine Tischchen aufgestellt und sehr fein gekocht.  Am letzten Tag besuchten wir den chinesischen Grosshändlermarkt, was ein wenig ein Flop war. Zudem ist es traurig und erschreckend zugleich zu sehen, wie die Welt mit chinesischer Billigware überflutet wird.

Am 19.12.25 ging die Reise per Zug weiter nach Thap Cham. Vor jedem Wagon stand ein uniformierter Schaffner in weissem Hemd und Krawatte, der uns an unsere vorreservierten Plätze führte. Falls gewünscht, wurde frisch zubereitetes Essen serviert. Nach einer 6h Fahrt, stiegen wir gleichzeitig mit Bisa und ihren 2 wunderbaren Kindern aus. Es war eine herzliche Begegnung. Im Hotel Duc Chinh in Khann Hai hatten wir im 4. Stock ein wunderschönes Zimmer mit Blick aufs Meer sowie einer riesigen Dachterrasse gebucht. Wir waren weit und breit die einzigen Touristen. Wir hatten Glück, dass um die Ecke das einzige offene Restaurant lag. Ein sehr beliebtes Fisch- und Meeresfrüchte Restaurant, das wir gemütlich zu Fuss erreichen konnten.  Zufällig feierten dort Bisa mit ihrer Familie den Geburtstag vom 13j. Bin. Spontan wurden wir eingeladen mit zu essen. Die Vietnamesen sind ein sehr herzliches wie auch gastfreundliches Volk.
Am nächsten Tag erkundeten wir mit einem Mietmoto die Gegend. Kauften Zug Ticket für die Weiterfahrt nach Dieu Li und schlemmten unterwegs Ferienmässig eine Pizza am Meer. Das Klima war sehr angenehm, konstante 30C und keine Mücken. Vietnam ist definitiv eine Reise wert. Ein Bad im Meer, frische Meeresfrüchte wie z.Bsp Jakobsmuscheln. Wir sind im Reiseflow angekommen und geniessen jeden Tag.
Nach einer 6h stündigen Zugfahrt nach Dieu Li, machten wir einen kurzen Sleep Stopover im Haku Boutique Hotel (kleinstes Zimmer aller Zimmer) im vom Taifun gebeutelten Quy Nhon. Zum Abendessen gab es wieder frisches Meeresfrüchteessen, diesmal sogar von Livemusik begleitet. Himmlisch!
Am 23.12 ging die Fahrt mit einem 16 plätzigen Minivan weiter rauf ins Hochland nach Kon Tum. Da dies keine touristische Reiseroute ist, erlebten wir eine authentische jedoch angenehme vietnamesische Busfahrt. Wie wir später erfuhren, gibt es viel schlimmeres.

Das einfache Städtchen Kon Tum liegt am Dak Bla River auf 525m. Wir blieben zur Erholung 4 Nächte im Hotel Friendly Homestay.  Abgesehen vom Gewerbe das früh morgens um 4h im Parterre Fleisch hackend den Tag einklopfte, war alles perfekt und gemütlich. Um die Gegend zu erkunden, mieteten wir bei der Besitzerin für 3 Tage ein Moto.
Da Weihnachten vor der Türe stand, wollten wir den Kindern eines nahegelegenen Waisenhauses Geschenke vorbeibringen. Um abzuklären, was sie benötigten, fuhren wir hin. Leider war der Besuch ein Flopp. Alle Kinder waren ausgeflogen, entweder in der Kirche oder noch in der Schule. Eine gute Absicht unsererseits, jedoch falscher Zeitpunkt um Christkind zu spielen.
Im nahe gelegenen Dorf Namens Kon k`tu besuchten wir die Bahnar, ein altes indigenes Volk, das ein Teil eines Bergvolkes der Montagnards ist. Die Sprache gehört zu einer Untergruppe der Malayo Polynesischen Sprachgruppe. Die traditionellen Stoffe sind Schwarz rot. Als wir das Gemeinschaftshaus besuchten, wurden wir von den getrennt essenden Frauen sehr freundlich begrüsst. Wie vieler Orts, mischten sich auch hier heidnische wie christliche Bräuche. Vor dem auf Säulen gebauten Gemeinschaftshaus, das nur über einen eingekerbten Baumstamm erreichbar ist, war eine kitschige Krippe aus aufgefüllten Plastiksäcken aufgebaut. Weiter ging die Fahrt über Kautschuk- und Kaffeeplantagen, durch das Dorf Plei Weh Richtung Stausee. Wir sahen Wasserbüffel, Kuhhirte mit Herden und überall fröhlich lachende winkende Kinder, die Hello riefen. Kaum hielten wir an, wurden wir von einer Schar neugieriger Kinder umringt.
Am 3. Tag auf der Bergfahrt Richtung Mang Den, hatte unser Moto plötzlich keinen Pfupf mehr. Auch war es nicht gerade beruhigend, dass uns fortlaufend in Regenschütze eingepackte Fahrer entgegenkamen. Wir entschieden uns umzukehren, um eine Garage aufzusuchen. Bergabwärts konnte der Roller ohne Motor fahren, so schafften wir es bis zum nächsten Dorf. Dort wusste der Dorfmechaniker sofort was zu tun war, es fehlte das Oel! Beim nächsten Anlauf erreichten wir zwar Mang Den, da es aber in der Zwischenzeit zu Regnen begann, kehrten wir um und besuchten weiter unten bei Tan Lap das Dorf Nam Ha.
Dort trockneten die Dorfbewohner die Rinde vom Baum Boi Loi, die für verschiedene Zwecke verwendet wird, u.a. für Räucherstäbchen. Auch Kaffee, Mais sowie Holzkohlengewinnung war zu beobachten. Die einheimische Bevölkerung westlich von Kon Tum war tendenziell eher misstrauisch, hier auf dem Land waren die Einheimischen gegenüber Fremden eher schnell verunsichert. Übersetzung Programm sei Dank, konnten wir jeweils klären, dass wir nur spazieren wollten um die wunderschöne Gegend zu geniessen.
Auf der Suche nach einem feinen Abendessen, entdeckten wir 3 verschiedene Restaurant mit Tischgrill. Ein Vietnamesisches indem man Rindfleisch in Salatblätter eingewickelt essen konnte. Das Zweite war eine Art Vietnamesisch Japanisch mit Sushi, Meeresfrüchten, Fleisch und einem Laufband durchs Restaurant Namens Chibi Hotpot.  Das Dritte war ein Koreanisches, diesmal hatte es keinen Grill, sondern einen kochenden Bouillontopf zum selber kochen auf dem Tisch. Gemüse, Fleisch, Tofu, Teigfleischbällchen, Meeresfrüchte etc. Bei den meisten Delikatessen hatten wir keine Ahnung was wir assen.
Langsam planten wir unsere Weiterfahrt nach Da Nang. Da wir auf der letzten Busfahrt (16Plätzer) zu wenig Platz hatten, versuchten wir eine bessere Variante zu finden. Vom Regen in die Traufe. Unser Bus nach Da Nang entpuppte sich als eigentliches Transportunternehmen. Der Besitzer lud an jeder Ecke Menschen auf, alle mit Gepäck, es wurde immer enger und enger. Der uralte Bus, hatte durchgesessene Sitze und dröhnte entsprechend.  Als wir dachten, naja es ist zwar eng, aber ein wenig Platz hatten wir ja noch, da hielten wir in einem Dorf auf dem Land an und der Bus wurde bis unters Dach mit grünen Bananenstrünken vollgestopft. Unter den Sitzen Schachteln, wir mussten effektiv um unsere Sitzplätze kämpfen.  Anstatt das versprochene bequeme Sitzen mit genügend Beinfreiraum und einer 5h Fahrt, hatten wir die schlimmsten Sitze die man sich vorstellen konnte, keinen Beinfreiraum und 7.5h Fahrt. Zuletzt wurden wir irgendwo in der Vorgegend von Da Nang mehr oder weniger gefühlt rausgeschmissen und waren beide stinke sauer.
Als wir schlussendlich das MTR Appartement Hotel in Da Nang erreichten, verblasste der Frust schnell. Ein gepflegtes Haus mit kompetentem Personal, sehr praktisch eingerichteten Zimmern, einer Miniküche, einem Bad, einem eigenen Balkon, inklusive Frühstück und erst noch eine eigene Waschmaschine hiess uns willkommen! Das Ganze für Fr. 25.--/Nacht. Nach einem wohltuenden Bad im unter einem wunderschönen Baum überdachten Pool mit Abendsonne und einem wohlverdienten Bier, gab es in der Nachbarschaft leckeres Essen in einem einheimischen Restaurant.
Da Nang ist eine moderne und lebendige Küstenmetropole. Am ersten Tag organisierten wir die Zugweiterfahrt nach Dong hoi, bestaunten die diversen Brücken mit der Skyline und am Nachmittag erhielten wir unsere Visas um später nach Laos einreisen zu können. Abends bei Sonnenschein, noch ein kühles Bad mit Sicht bis weit über die Stadt, inkl. Fluglandepiste. Grossstadt Feeling mit Attikawohnung groove.
Am zweiten Tag fuhren wir mit dem Moto 100 km nach Hoi An retour.  Hoi An ist ein extrem schönes Städtchen, leider wird es nicht nur regelmässig von Hochwasser (am 25.10. zum dritten Mal im 2025) sondern auch täglich von tausenden Touristen überflutet. Abends waren wir Fix und Foxi. Schleppten uns noch knapp zu Fuss durchs Hinter Gässchen ins nächste Quartierrestaurant.
Der dritte Ausflug mit Miniwanderung auf den Wolkenpass war wohltuend. Ein wenig Stille, Weite, Natur und Bewegung.  Zur Silvesternacht Party im Eastside Park bestellten wir ein Grab Taxi und fuhren runter ans Meer.  Zum Jahresende genossen wir noch einmal die unglaublich vielseitige sowie frisch zubereitete Seafood Küche. Bei einem Spaziergang am Meer verabschiedeten wir uns vom 2025 und fuhren ins Hotel. Dann schliefen wir rüber ins 2026.

Unsere Zugreise nach Dong Hoi verlief ereignislos. Von Dong Hoi nach Phong Nha waren es 50km Distanz, um dorthin zu gelangen wurden wir vom Hotelbesitzer abgeholt. Grosszügigerweise erhielten wir ein Upgrade und durften das Zimmer im 1 OG beziehen. Eine Minisuite mit viel Platz und einem gemütlichen Aussensitzplatz. Im Hotel lucky homes, hiess uns ein ausgesprochen freundlicher Familienbetrieb willkommen. Lynn war sehr hilfsbereit. Da es am ersten Tag vom Himmel in Kübeln runter schüttete, war es ideal um in die Massage zu gehen, einen kleinen Spaziergang zu geniessen und einfach zu sein.
Dann waren Ausflüge angesagt: Die Paradies Cave Tour, mit botanischem Garten, Wasserfall, sowie der Phong Nha Cave in der sich die Bevölkerung, während dem Vietnamkrieg, ihre Waffen, die Versorgung für sich und den HCM-Trail in Sicherheit brachten. Eindrücklich, wenn man bedenkt, dass sogar Lastwagen und ganze umliegende Dörfer sich in diesen Caves versteckten. In der Nacht versorgten sie mit allem was Notwendig war die Menschen auf dem HCM-Trail, tagsüber versuchten sie die Vorräte wieder aufzustocken.
Am letzten Tag in Phong Nha mieteten wir ein Moto und genossen bei schönstem Sonnenschein eine Sightseeingtour durch eine malerische Umgebung. Auf der Rückfahrt bestiegen wir eine mit Ästen gebaute Fähre, diese brachte, während der Flussüberquerung, noch ein wenig Adrenalin ins Spiel. Iris genoss zum Abschluss noch einmal eine ausgiebige Massage und nach einem ausgiebigen Abendessen, verliessen wir PN um 10.30pm. Diesmal hatten wir in einem Bus Luxus Betten gebucht. Obwohl es viel bequemer war als der Sleeper Bus, konnten wir trotzdem nicht schlafen. Bremsen, Anhalten, Menschen aussteigen, einsteigen. Mit einem Ohr und Auge überwachst du ob du willst oder nicht die Reise.  
Zum Glück hatten wir in weiser Voraussicht in Hanoi (die Stadt innerhalb der Flüsse) im Hotel May de Ville Corner für 5 Nächte bereits vom 5.1.-9.1.ein Zimmer gebucht. D.h. Das Zimmer war bereit, eine warme Dusche, bisschen Ruhen und Café trinken. Dieses Hotel wird von uns vo.a. wegen der zentralen ruhigen Lage, sowie dem ausgiebigen Frühstücksbuffet im 13. OG in Erinnerung bleiben. Das Wetter war in der Zwischenzeit eher zu kühl um den Dach Pool zu benützen, dafür wirkten die Bistrotischchen mit Blick über die ganze Stadt umso einladender um ein Café zu trinken.
Auch die riesige Stadt Hanoi ist eine Reise wert. Dank dem wir uns so wunderbar in unser ruhiges Quartier zurückziehen konnten, machte uns weder die Touristenmenge noch der Lärm irgendetwas aus. Das auf 5 Stockwerken liegende Frauenmuseum ist eine Hommage an die vietnamesische Frau. Staunend erkannten wir, wie viele Menschen unermüdlich dazu beitrugen, den Vietnamkrieg einigermassen zu überleben. Die meisten hatten ein Doppelleben. Am Tag galt es die Felder zu bestellen, alles mit dem Maschinengewehr zu beschützen, in der Nacht die Verletzten zu pflegen und die Kriegenden zu versorgen. Gegen Abend besuchten wir das Thang Long Wasserpuppentheater und erholten uns ein wenig mit einer Prise Kultur. Wir staunten nicht schlecht, dass das Mausoleum von HCM eine so riesige Besucherzahl vorweist. Wir liessen diesen Teil der Geschichte links liegen, durchstreiften den Park und flanierten weiter in die Altstadt, wo wir bei Ethnictravel unseren Tagesausflug in die Lan Ha Bay in der Halong Region buchten.
Halong Bay. Dieser unvergessliche Ausflug mit privatem Skipper, der uns auch aufs fürstlichste mit frischem Fisch bekochte war definitiv das Geld wert. Wir genossen die Ruhe und allein mit dem Skipper auf dem Boot zu sein sehr.  Die wunderschönen markanten Felsinseln, Floating Fisher Village, das blaue Wasser und der sonnige Himmel.  Leider versuchte unser Skipper erfolglos, ein auf einer Sandbank festgefahrenes Boot raus zu schleppen.

Am letzten Tag bestiegen wir irgendeine Strassenbus und landeten am Truc Bach Lake, assen Tacos, flanierten neben einer Wassergolfanlage und lauschigen Strassencafés entlang, besuchten eine 11 Jh. alte Tempelanlage und erreichten so wieder das Stadtzentrum. An jeder Ecke waren aufgebrezelte Chinesen bei ihrem Fotoshooting fürs Chinese New Year zu sehen.
Bevor wir unseren Nachtzug nach Sapa bestiegen, besuchten auch wir die berühmte Trainstreet, wo der Zug mitten durch die Häuser fährt. Die cleveren Vietnamesen haben aus dieser sehr unangenehmen Wohnsituation kurzum ein Business kreiert. Täglich pilgern tausende Touristen dorthin, um mit eingezogenen Zehen und leichter Hühnerhaut den Zug Hautnah vorbei fahren zu sehen.
Für den Nachtzug nach Sapa hatten wir 2 VIP-Tickets ergattert. Frische Bettwäsche, Snacks, Bier, Wasser etc., Plus Weckservice mit Café. Genial, wir genossen einen erholsamen Schlaf. .
Sapa begrüsste uns mit einer Nebeldecke und ca. 7°C. Leider half es nicht wirklich, dass wir die Unterkunft zwar heizen konnten, jedoch unten im Restaurant war es fürs Frühstücken so kalt, dass die Besitzer uns in ihren Wintermänteln bedienten.  Trotzdem liessen wir uns nicht unterkriegen und fuhren am ersten Tag mit der vietnamesischen «Marzilibahn» zur Gondelbahn, dann hoch auf den 3130m hohen Funsipan. Viiiiiiele chinesische Touristen, ein wunderbares Nebelmeer, wie immer schöner von oben als von unten erwarteten uns! Unser auf die Tropen ausgerichtetes Schichtenprinzip, reichte jedoch nicht ganz aus, dass wir uns so richtig warm eingemummelt fühlten. Nach einem kurzen Abendessen hüpften wir bald mal ins geheizte Bett.  Am nächsten Tag änderten wir die 3 Nächte Buchung auf 2 ab.  Kauften für unsere Weiterfahrt Bus Tickets und wanderten hoch durch den Ham Rong Garden. Zuoberst schlüpfen wir durch den Zaun hindurch um mal wieder so richtig allein die Natur zu geniessen.
Eine 6h Busfahrt brachte uns am 12.1. nach Dien Bien Phu. Wieder ein sehr voll gestopfter Bus, nicht die bequemste Art zu reisen, leider aber die Einzige. Im Hotel An Loc hatten wir ein super sonniges Südzimmer mit Balkon gebucht. Dieses lag zwar mitten in der Stadt, aber im 4 Stock mit Blick über die Dächer kümmerte uns dies wenig. Nach nur 2 Nebeltagen, saugten wir die Sonnenwärme so richtig auf. In DBP assen wir Pizza, mieteten ein Moto erkundeten die Gegend, kauften beim Früchtehändler geschälte Früchte, assen im Hotelzimmer Frühstück und trockneten dank Sonnenfenstern unsere Wäsche. Als einzige Touristen weit und breit genossen wir einfach den Alltag, den Tag, das jetzt, das Sein und überhaupt das Leben.

Die Bustickets für die Weiterfahrt nach Laos konnten wir im Hotel lösen und wurden am 14.1.26 Punkt 6.30h abgeholt. Zuerst fuhren wir rauf auf den Pass wo der Grenzübergang nach Laos lag, dann wieder runter und zum nächsten Pass hoch. Im Ganzen fuhren wir 7000m rauf und runter. Liebe Menschen und wärmere Temperaturen und ein schönes Panorama hiessen uns willkommen.

Eindrücke